Mit Freude hat die Schirigruppe Riss die Nachricht vernommen, dass ihr weibliches Aushängeschild Jessica Mast vom SV Mietingen als Schiedsrichterin in die Frauen- Regionalliga berufen worden ist. Die Redaktion der Homepage der SRG Riss gratuliert Jessica recht herzlich und hat sie zu diesem Thema befragt!
Hallo Jessica, die SRG Riss gratuliert Dir recht herzlich zur Berufung in die Frauen- Regionalliga, der dritthöchsten Spielklasse im Frauen-Fußball! Wo, wie und wann hast du von Deiner Berufung erfahren und hast du insgeheim ein bißchen damit gerechnet?
Vielen Dank für die Glückwünsche, mich hat die Nominierung ziemlich überrascht als ich die E-Mail von Karo Wacker vor ungefähr 2 Monaten erhalten habe. Gerechnet habe ich nicht damit, dafür hat es mich umso mehr gefreut. Vielleicht hat der gut absolvierte Frauenlehrgang im Sommer für die Berufung beigetragen.
Was ändert sich mit dieser Berufung für Dich hinsichtlich Ansetzungen, Lehrgängen und Terminen während dem Jahr?
Die Ansetzungen erhalte ich vom DFB, aber damit sind momentan keine sonstigen Termine und Lehrgänge verbunden.
Deinen ersten Einsatz in der neuen Spielklasse hast du gleich am 1. Spieltag in Derendingen beim Spiel gegen den FFC Wacker München hinter dich gebracht. Endstand 1:3, 2 gelbe Karten- wie fällt dein Fazit aus?
Das Spiel hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem, weil ich von zwei Assistenten aus der eigenen Gruppe begleitet wurde. Man muss für die Regionalliga doch weite Fahrtstrecken auf sich nehmen, weshalb es zu dritt viel unterhaltsamer ist. In der Bezirksliga ist man doch überwiegend allein unterwegs, dadurch sind Spiele im Gespann eine angenehme und willkommene Abwechslung.
Das Spiel in Derendingen hat mich nicht vor große Probleme gestellt und war ein gelungener Start in die neue Liga. Spielerisch sind die Mädels auf einem hohen Niveau, die Spielschnelligkeit reicht jedoch an ein gutes Bezirksligaspiel nicht heran. Dafür darf man bei einem Frauenspiel immer mit dem Unmöglichen rechnen.
Denkst du, du profitierst auch für deine Leitungen im Frauenfußball davon, dass du bereits mit 21 Jahren Spiele der Herren Bezirksliga leitest? Wenn ja, inwiefern?
Ich denke, dass ich mit meinen 21 Jahren gerade aus den Spielen in der Bezirksliga an wertvoller Erfahrung dazu gewinnen kann. Männerfußball zeichnet sich durch ein höheres Tempo und intensivere Zweikämpfe aus und stellen für mich eine größere Herausforderung dar. Durch die anschließenden Beobachtungsergebnisse erhalte ich direkt eine Rückmeldung über meine Leistung und Tipps für die Zukunft, die ich in den nächsten Spielen verbessern und umsetzen kann.
Wer in deinem Alter schon Spiele der dritten Liga leitet, hat doch bestimmt noch höhere Ziele. Wie sehen diese bei Dir für die kommenden Jahre aus? Ist die Bundesliga ein Traum?
Mein Ziel und mein Anspruch an mich selbst ist es immer mein Bestes zu geben und den Spaß dabei nicht zu verlieren. Ich freue mich auf weitere herausfordernde Spiele, Freundschaften, die entstehen und wenn die Frauenbundesliga dabei auf dem Weg liegt, werde ich sicher nicht ablehnen.
Vielen Dank für dieses Gespräch und weiterhin viel Erfolg bei deinen Spielleitungen!